Kunstmühle

KUNSTMÜHLE

Hofbräuhaus Kunstmühle

"In München steht ein Hofbräuhaus..."- das weiß bekanntlich jeder. Dass sich direkt dahinter jedoch ein weiteres, höchst lebendiges Stück Münchner Stadtgeschichte befindet, wissen nur die wenigsten.

Die Hofbräuhaus-Kunstmühle ist die einzige produzierende Mühle im Großraum München und noch heute werden hier 35 Tonnen Getreide täglich vermahlen.

ÖFFNUNGSZEITEN:
Mehlladen:
Mo. bis Sa.: 10.00 - 18.00 Uhr

Bäckerei:
Mo. bis Sa.: 07.30 - 19.00 Uhr

ADRESSE:
Jakob Blum
Hofbräuhaus-Kunstmühle GmbH & Co. KG
Neuturmstr. 3
80331 München

Telefon: 089 - 29 42 22
Fax: 089 - 290 48 28

Email: info@knappundwenig.de

QUALITÄT & KUNDEN

 

Unsere Kunden legen Wert auf besonders gleichmäßige Qualität. Deshalb haben wir langjährige Lieferbeziehungen zu ausgesuchten Landwirten. Neben den Daten aus unserem eigenen Labor und Fremdlabors verwenden wir auch Informationen über die Anbaubedingungen unserer Rohstoffe. Ebenso sind wir Teilnehmer am Schadstoffmonitoring des Verbands Deutscher Mühlen (VDM). Das Ziel des Europäischen Getreidemonitoring ist es, einen umfassenden Überblick über die Schadstoffbelastung des Getreides zu erhalten. Ebenso werden wir von der Gesellschaft für Qualitätssicherung in der Agrar-und Lebensmittelwirtschaft (QAL GmbH) auf Einhaltung der QS-Kriterien "Kleinsthersteller für Einzelfuttermittel" geprüft und können im Rahmen dieses Systems Futtermittel liefern.

Wir verfügen über ein eigenes HACCP Konzept und können die Rückverfolgbarkeit unserer Rohstoffe aus erster Hand garantieren.

Im Ökologischen Bereich pflegen wir eine intensive Zusammenarbeit mit unserem Partner Bioland und werden von der Firma ABCERT zertifiziert (DE-ÖKO-006).

Da wir auf Regionalität sehr großen Wert legen, versuchen wir große Transportwege zu vermeiden und kaufen unsere Rohstoffe zur Vermahlung faßt ausschließlich aus dem Großraum München ein.

Bei Energie setzen wir zu 100% auf Wasserkraft und werden von den Münchner Stadtwerken mit Ökostrom versorgt.

Unsere Kunden haben sich auf bestimmte Produkte spezialisiert, wie z.B. Pizzen, Brote nach italienischen Rezepten, Deutsche Mehlspeisen wie Strudel, Brezen insbesondere für das Oktoberfest.

Außerdem beliefern wir Futtermittelhersteller, Landwirte, Papiererzeuger, Bäckereien und andere Mühlen. Haushaltsmengen unserer Spezialmehle können Sie als Kleinpackungen über den Internetshop oder im Mehlladen im Zentrum von München kaufen. Bei unserer breiten Produktpalette findet jeder, Profi oder Hobbykoch sein Mehl.

2009,2012 und 2017 wurden wir vom FEINSCHMECKER als eine der Besten Einkaufsadressen Bayerns ausgewählt.

LEISTUNG & TECHNISCHE DATEN

Walzenstühle 1921 (Amme-Giesecke-Konegen)
Kurzplansichter 1966 (Miag)
elektronisch gesteuerte Verladeanlage für lose Mehle 1986/2007
Getreidereinigungsanlage 2005 (Bühler)
Getreidestahlsilo über 400t mit 15 Zellen zur Chargenproduktion 2005
rationalisierte Getreideannahme 2010
voll eingerichtetes Mühlenlabor zur Qualitätssicherung 1963-2016
elektronisch gesteuerte Mehlmischerei 2007

Technische Kapazität 44t / 24h
Betrieb 24 Std. / 5 Tage
Mehlsilo 280t

GESCHICHTE

Schon auf dem hölzernen Stadtmodell Jakob Sandner's von 1570 steht an der Stelle der heutigen Mühle eine Malzmühle. Nachdem das Hofbräuhaus aus dem Alten Hof ans Platzl umgezogen war, wird 1677, hinter der Stadtmauer am Kosttor, ein neues Malzhaus erbaut. 1703 läßt Churfürst Max Emanuel eine Malzbrechmühle mit 4 Gängen errichten.

Im 19. Jahrhundert führt die Mühle die Bezeichnung "königliche Malzmühle"und ist fester Bestandteil des Königlichen Weißen Bräuhauses am Platzl. In den Jahren nach 1870 wird an der Inneren Wiener Straße in Haidhausen eine neue Brauerei gebaut. Die alten Brauereigebäude am Platzl werden abgerissen, es entsteht eine neue Großgaststätte, das heutige Hofbräuhaus.

Die Malzbrechmühle mit der Wasserkraft bleibt bestehen und wird an Privat verkauft. Nun werden die alten Mahlgänge durch eine innovative Technik – die Walzenstühle – ersetzt. Die Mühle wird zur Kunstmühle umgebaut und stellt fortan helle Mehle aus Weizen her. 1921 erwirbt Jakob Blum, ein Müller aus der Pfalz, die Mühle.

Die Bombenangriffe im 2. Weltkrieg auf München übersteht die Mühle fast unbeschädigt. 1967 verliert sie bei der Auflassung fast aller Münchner Stadtbäche ihre Wasserkraft und arbeitet seither mit Strom. Heute ist die Hofbräuhaus-Kunstmühle die einzige produzierende Mühle im Großraum München. Sie befindet sich in 4. Generation der Familie Blum.

In der Mühle gibt es seit 1988 einen Mehlladen, in dem alle Produkte der Hofbräuhaus-Kunstmühle durch Haushalte und Großverbraucher erworben werden können.

2010 wurde im Gebäude eine Backstube eingerichtet, die Bäckerei E. Knapp & R. Wenig, in der traditionelles Münchner Gebäck hergestellt und verkauft wird.